Friedhelm Adolfs

Ich finde es gut, dass der Mann medial nicht total aufs Rauchen reduziert wird:

http://www.google.de/search?q=friedhelm+adolfs&tbm=isch&tbo=u&source=univ&sa=X

Vielmehr zeigen die Medien einen fröhlichen alten Mann in allen Facetten. Wenn er tatsächlich in einem halben Jahr ausziehen muss, findet er als berüchtigter Kettenraucher vielleicht gar keine Wohnung mehr. Aber dann kann man ihn immer noch als Obdachlosen fröhlich weiterqualmend ablichten und herzlich lachen.

Im Übrigen hoffe ich, dass der Bundesgerichtshof das Landgericht Düsseldorf dezent abschafft.

“Revolution” – der Terrorismus der Kapitalisten

Wachstum ist die Droge der Kapitalisten, und auf internationaler Eben bedeutet das: Märkte erobern, durchdringen, wenn möglich dominieren. Annektiert wird heute durch den Import von Waren und Dienstleistungen. Das Erfolgsmodell des Westens – Glasperlen gegen das Gold der Ureinwohner zu tauschen – wird auf die eine oder andere Weise weiterhin praktiziert.

Herrschen in einem Land ungünstige Umstände für diese Expansionsstrategie, zum Beispiel weil sich ein Despot unwirsch über die Marktinteressen der buhlenden Wachstumsjunkies hinwegsetzt, dann bleibt nur Korruption oder Umsturz. Beide Maßnahmen sind teuer. Eine Umsturzvariante jedoch, die günstig ist und gleichzeitig einen guten moralischen Ruf hat, ist die Revolution. Das eigene Volk stürzt die Machthaber und erklärt den Tag des Umsturzes zum Nationalfeiertag.

Eine Revolution an sich ist jedoch moralisch neutral, sie kann gerechtfertigt sein oder auch nicht und ein Urteil darüber wird erst die Geschichte fällen und auch dann bleibt es je nur vorläufig. Die Kapitalisten pflegen ein romantisiertes Verhältnis zur Revolution, stets klingt die französische Revolution an, die zwar auch kein Erfolgsmodell war, jedoch ursprünglich die Interessen des einfachen Volkes vertreten sollte. Revolution bezeichnet jedoch nur einen meist gewalttätigen Wechsel der politischen Führung oder auch des politischen Systems.

Dass eine Revolution in einem demokratischen Staat geschichtlich als rechtfertigbar angesehen wird ist schwer denkbar, zumal wenn bereits ein Kompromiss über vorgezogene Neuwahlen gefunden – und dann von den Revolutionären nicht eingehalten – wurde.

Unabhängig davon ist zu fragen, ob eine Einmischung Russlands oder der NATO zu rechtfertigen ist. Durch den hohen russischen Bevölkerungsanteil, den Flottenstützpunkt am schwarzen Meer, die ehemalige Zugehörigkeit der Ukraine zur Sowjetunion sowie die pro-europäische und anti-russische Ausrichtung der Umstürzler ist ein Interessenkonflikt mit Russland evident. Aber welches Interesse haben EU und USA? Sie wollen dort Ihre Glasperlen eintauschen, genau wie in Tunesien, Ägypten, Libyen, Syrien – nur dass in der Ukraine das Wort “Revolution” endgültig jede positive Konnotation verloren hat.

Es bleibt nur zu hoffen, dass Putin seinen außenpolitischen Frust nur an der Krim entlädt und dass die “lahme Ente” Obama das Bestmögliche tut: Maul halten und die EU mit Russland reden lassen.