Der Sinn des Universums (4): Erneuter Dämonen-Besuch

Hochverehrter Herr wURST,

fast zehn Jahre ist es her, dass ich zuletzt Ihre Weisheiten über den Sinn des Universums empfangen durfte. Ich habe in Erwartung letzter Offenbarungen allen weltlichen Besitz von mir gegeben und streife seitdem nackt und ohne Ziel durch das Erzgebirge. Mir ist klar, dass andere Gläubige schon viel länger auf Antworten warten, aber SIE haben VERSPROCHEN mir einen weiteren Hinweis auf den sINN des Universums zu geben und nun nehme ich sie beim Wort.

Mit vorzüglichem Gruß
[Name ist der Blogredaktion bekannt]

Ich habe in den letzten Jahren einige Zuschriften dieser Art erhalten. Menschen, die mit beiden Beinen im Leben stehen, lassen alles hinter sich, um den von mir verlautbarten Wahrheiten näher zu sein. Ich halte dies bei allem Respekt jedoch für den falschen Weg! Ich habe in den vorangegangenen Artikeln (eine Verlinkung finden Sie unten) die These aufgestellt, dass es wahrscheinlich einen Grund dafür gibt, dass der Sinn des Universums – sofern es einen gibt – dem Menschen nicht bekannt ist. Ich kann dieser These nun einen einfachen Gedanken hinzufügen, der mir selber erst bei einer weiteren (und hoffentlich letzten) Begegnung mit dem nilpferdhäutigen Dämon einfiel.

Es war eine kalte Nacht im Februar, gedankenvergessen betrachtete ich durch das hässliche Thermopenfenster die dichte Schneedecke im Innenhof.

Als ich mich zum Zimmer umdrehte saß er plötzlich da, der kuhköpfige und nilpferdhäutige Dämon, der mir einst eine Heilung meiner angeblichen Krebserkrankung versprochen hatte, wenn ich im Gegenzug nach dem Tod meine Existenz aufgeben würde.

„Ich lebe noch. Keine Beschwerden, alle Check-Ups einwandfrei.“ sagte ich mit einem sarkastischen Grinsen.

„Herzlichen Glückwunsch.“ brummte der Dämon. „In meiner Hand lag das nicht. Mir wurde versichert, dass Sie todkrank sind und dass mein Angebot valide ist. Wir Dämonen erfahren nur das, was wir sollen.“

„Schwamm drüber. Für mich war es dennoch ein interessantes Treffen. Durch Sie habe ich aus erster Hand das Übernatürliche erfahren, und damit auch von der wahrscheinlichen Existenz Gottes.“

„Wieso das denn?“

„Zumindest scheint mir die Existenz eines Gottes in einer Welt mit Dämonen wahrscheinlicher als in einer Welt, in der alles physikalisch interpretierbar ist.“

„Sie wissen doch noch nicht einmal, ob ich vielleicht eine Ausgeburt Ihrer Phantasie bin. Außerdem weiß ich selber nicht, ob es einen Gott oder was auch immer gibt. Ich erstatte Bericht an den Functional Team Lead Dämonen. Unsere Hierarchien sind straff und extrem vertikal. Wie auch immer, ich wurde beauftragt, Ihnen wieder ein Angebot zu unterbreiten. Diesmal glaube ich ganz bestimmt, dass sie darauf eingehen werden.“

Er legte den Kuhkopf nach hinten, versuchte seriös und bedächtig zu wirken, und fuhr fort:

„Es ist nicht unbemerkt geblieben, dass Sie gewisse Thesen über den Sinn des Universums angestellt haben. Allein: es fehlt Ihre Schlussforderung. Es scheint fast so, als hätten Sie die Lust daran verloren. Ich biete Ihnen heute an, dass Ihnen der Sinn des Universums, den ich selber nicht kenne, mitgeteilt wird.“

Jetzt starrte der Dämon mich an als hätte er gerade einen Tanz im Baströckchen hingelegt.

Ich war natürlich seit Beginn der Unterhaltung sehr skeptisch: „Und was muss ich dafür geben? Kopf oder Kragen?“

Der Dämon grinste dämlich, machte eine kurze Pause um die Spannung zu steigern, und raunzte: „Nichts. Es kostet Sie rein gar nichts. Es gibt nur eine Bedingung: zeitgleich mit Ihnen erfahren alle Menschen, die über die nötigen geistigen Fähigkeiten dazu verfügen, den Sinn des Universums.“

Er lehnte sich zurück und stellt sich wohl vor, wie dieses scheinbar hervorragende Angebot in meine Hirnventrikel raste und dort alle Synapsen auf einmal auflodern ließ. In Wirklichkeit brauchte ich nicht eine Sekunde, um mich zu seinem Angebot zu positionieren.

„Vielen Dank für diese Offerte, die ich jedoch ablehne.“

Der Dämon sprang mit weit aufgerissenen Kuhaugen auf und grunzte verärgert: „Aber warum das denn?“

Ich hob zu einer ausladenden Erklärung an, vielleicht um ihn zu trösten, vielleicht um mit meiner Überlegenheit zu prahlen. „Von meinem Kollegen T. Rhemalog weiß ich, dass Sie mir gerade die Apokalypse anbieten, was wörtlich „Entschleierung“ heißt, aber auch mit dem jüngsten Gericht einhergeht. Wenn sich die Menschheit von Ihnen den Sinn des Universums offenbaren lässt, wird sie dadurch gleichzeitig versklavt. Denn dieser Sinn würde verhindern, dass der Mensch seinen eigenen Sinn finden kann. Der freie Wille jedoch, das größte Geschenk Gottes, würde durch ein oktroyiertes Ziel, einen offenbarten Sinn des Universums, zunichte gemacht. Ebenso wie Gott dem Menschen die Freiheit gegeben hat selber zu bestimmen was gut, schön oder gerecht ist hat er ihm die Freiheit gegeben zu bestimmen was sinnvoll ist, und es ist immer nur der Mensch, der versucht dem Menschen eine Moral oder einen Sinn aufzuzwingen, niemals jedoch ist es Gott. Es kann einen Sinn des Universums geben oder auch nicht, das kann ich nicht wissen, aber ich weiß, dass ich den Sinn des Universums nicht kennen möchte, solange ich unter den Lebenden weile, und was passiert wenn ich nicht mehr lebe ist jetzt nicht relevant für mich.“

Der Dämon stierte zu Boden, aber mein kleiner Exkurs schien ihn im Großen und Ganzen nur gelangweilt zu haben. Er trottete zum Thermopenfenster, öffnete es und jetzt sah ich zum ersten Mal, dass er tatsächlich so etwas wie riesige Fledermausflügel auffalten konnte. Dann hielt er kurz inne und murrte: „Der freie Wille. Ein Geschenk Gottes. Ich bin mir nicht sicher, ob Sie das ganz bis zum Ende gedacht haben.“ Mit einem Sprung verschwand er, und er hatte mir tatsächlich etwas zum Nachdenken hinterlassen.

Der sINN des Universums, bisher erschienen:

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Corona-Resignation

In der vor allem für Nerds unterhaltsamen Trisolaris-Trilogie von Cixin Liu (Netflix hat sich übrigens die Rechte für eine Serie gesichert) bereiten Außerirdische die Invasion der Erde vor, indem sie Menschen in Schlüsselpositionen dazu bringen, ihre Ankunft vorzubereiten.

Die Corona-Pandemie zeigt, wie eine Invasion noch effizienter eingeleitet werden kann, und zwar durch Angst, Skrupel und Resignation

Angst vor Krankheit und Tod sowie dem Verlust von nahe stehenden Menschen ist eine normale Reaktion. Das Virus ist durch seine Unberechenbarkeit besonders gut geeignet, um Angst zu erzeugen.

Skrupel entstehen, wenn uns beigebracht wird, dass unsere Handlungen andere Menschen gefährden können. Jedes Husten, jeder Besuch kann ein Todesurteil für Dritte sein. Skrupel erzeugt Bereitschaft zu Konformität und Risikovermeidung.

Resignation entsteht, wenn autonome Entscheidungen gesellschaftlich nicht mehr akzeptiert werden und die Situation sich auch durch Passivität nicht bessert.

Ich unterstelle den Regierungen der verschiedensten Staaten – die ja mehrheitlich ähnlich auf die Pandemie reagieren – nicht, tatsächlich eine Invasion irgendeiner Art vorzubereiten. In der Tat sehe ich keine ernsthaften Anhaltspunkte für einen wie auch immer gearteten Feind, der die Pandemie oder ihre Reaktion darauf treibt.

Sollte es solche Feinde dennoch geben, dann hätten sie leichtes Spiel mit uns. Eine ängstliche, skrupulöse und resignative Bevölkerung ist ein schwacher Gegner. Allen Mutes und aller Eigeninitiative beraubt werden wir uns bereitwillig Allem und Jedem ergeben. Wenn der Kampf gegen das Virus wirklich mit einem Krieg vergleichbar ist, haben wir praktisch schon kapituliert.

Wie könnte man es besser machen?

  • Meinungsvielfalt zulassen: Ein Grundproblem in der Pandemie ist, dass immer versucht wurde, eine Meinungshoheit in Regierung und Medien vorzutäuschen. Abweichende Meinungen wurden regelmäßig diskreditiert. Schon an der Ineffektivität einzelner Maßnahmen zeigt sich, dass diese Meinungshoheit schädlich ist. Würde ein weiteres Meinungsspektrum zugelassen, könnten – wie in der Demokratie üblich – bessere Handlungsoptionen gefunden werden.
  • Zwänge minimieren: Der mündige und aufgeklärte Bürger kann selber entscheiden, wie es sich und andere vor einer Pandemie schützt. Das Argument, dass er dadurch andere gefährdet, vor allem durch Infektion von gefährdeten Personen oder durch Belegung von Krankenhausbetten, ist ein Pandemie-Konstrukt: jeder Mensch stellt immer direkt oder indirekt eine Gefahr für andere Menschen dar. Jugendliche, die feiern gehen, stellen keine Gefahr dar, wenn sie weitgehend unter sich bleiben. Welchen Gefahren ein Kind im elterlichen Haushalt sich oder der Familie aussetzen darf, muss in der Familie entschieden werden, nicht in der Regierung. Der Staat kann Empfehlungen aussprechen und hat immer noch Stellschrauben wie die Schließung von Schulen oder anderen öffentlichen Einrichtungen.

Allein diese Maßnahmen würden die Ängste auf ein sinnvolles Maß reduzieren und Skrupel und Resignation minimieren. Man kann einwenden, dass sich niemand vermehrt angstfreie und skrupellose Mitbürger wünscht, die dann voller Energie die Volksgesundheit ruinieren. Ich erinnere mich jedoch an eine Zeit, ungefähr bis Januar 2020, in der Menschen ganz ohne Zwang auf ihre Gesundheit geachtet haben. Da wurden Ernährungsformen ausprobiert, der Rücken fit gemacht, ein Volkslauf organisiert.

Es scheint fast vergessen, dass wir auch eigenverantwortlich bestrebt sind, gesund zu bleiben und nur die Risiken einzugehen, die sich lohnen. Wir brauchen die Gesundheitsfürsorge nur auf das Maß von Januar 2020 zurückzurollen, um die Corona-Resignation zu beenden.

Soziale Medien müssen staatlich stärker reguliert werden

Donald Trump wurde quasi vollständig aus den sozialen Medien entfernt, das betrifft nicht nur die prominenten Beispiele Twitter und Facebook, hier eine Zusammenstellung:

https://www.axios.com/platforms-social-media-ban-restrict-trump-d9e44f3c-8366-4ba9-a8a1-7f3114f920f1.html

Nicht nur drehen die sozialen Plattformen selber dem noch kurz amtierenden Präsidenten den Saft ab, sondern auch die Technologieprovider im Hintergrund, die damit effektiv verhindern, dass alternative Plattformen wie Parler dem Präsidenten als Sprachrohr dienen können.

Die Macht, die von den sozialen Medien und Technologieprovidern damit ausgeübt wird, ist nicht legitimiert und dennoch scheinbar juristisch nicht angreifbar, da Trump dies ansonsten sicherlich längst getan hätte.

Gerne wird kolportiert, dass diese Plattformen nun einmal ihr Hausrecht nutzen und Teilnehmer aussperren können, die gegen die Hausordnung verstoßen, so wie ein Wirt ungebetene Gäste vor die Türe setzen oder ein Geschäft einem Ladendieb Hausverbot erteilen kann.

Der Vergleich hinkt: die nächste Kneipe und der nächste Laden sind nicht weit, aber Twitter und Facebook halten Quasi-Monopolstellungen, vergleichbar mit dem Stromanbieter, der meinen Haushalt versorgt und der nur bei gerichtlich durchsetzbaren Vertragsverstößen meinen Saft abdrehen darf.

Außerdem ist Twitter eher vergleichbar mit einem Verein, denn die Plattform hat in der Vergangenheit stark von ihrem Clubmitglied Trump profitiert, der mit seinen fast neunzig Million Followern und unglaublich vielen Reaktionen auf seine Tweets Werbedollars in die Kassen von Twitter Inc. gespült hat. In Deutschland sollte in so einem Fall zumindest das Vereinsrecht greifen.

Aktuell ist jedoch davon auszugehen, dass es in Deutschland keine Mittel gäbe, eine Twitter + Facebookaussperrung zum Beispiel der Bundeskanzlerin zu verhindern.

Um nicht der Willkür der wichtiger werdenden Plattformen ausgesetzt zu sein, ist es dringend notwendig, die Zulassung von Twitter & Co. in der EU zu regulieren: Inhalte dürfen nur bei offensichtlichen Verstößen vorläufig gesperrt werden, das letzte Wort müssen Polizei und Staatsanwaltschaft haben, auf keinen Fall das Medium, der Provider oder der Netzbetreiber.

In einem so wichtigen Fall wie dem von Trump würde damit eine gerichtliche Eilentscheidung über eine Kontosperre entscheiden – nicht Twitter, nicht Facebook.

Noch besser wäre es, wenn die EU eigene Infrastruktur für soziale Medien zur Verfügung stellen würden, zum Beispiel einen „White Label“ Chat-Server, der es erlaubt einen Dienst wie Twitter zu realisieren, bei dem die Inhalte jedoch öffentliches Eigentum bleiben.

Die Hegemonie der hypermoralisierenden Einfaltspinsel

Natürlich weiß auch ich nicht, wie groß die gesundheitlichen Risiken durch das Corona-Virus sind. Der gegenseitige Bewurf mit Anscheinsbeweisen ist in Monat 10 der „größten Herausforderung seit dem zweiten Weltkrieg“ (Angela Merkel) kaum noch sinnvoll. Es gibt zu viele sich widersprechende Theorien über die Entstehung und Abwehr der Krankheitsfälle, die einige eine Pandemie, andere eine Grippewelle nennen.

Es ist völlig in Ordnung, der Meinung zu sein, dass die Corona-Maßnahmen angemessen oder sogar noch zu wenig restriktiv sind. Es ist aber nicht in Ordnung zu behaupten, dass diejenigen, die anders denken, zwangsläufig Spinner oder Nazis sind. Diese angestrebte thematische Hoheit birgt das Risiko, Meinungen auszublenden, die wichtig sind.

Das stetige Hypermoralisieren, das in der Klimadebatte eingeübt und in der Coronakrise weidlich ausgelebt wird, hat Regierung und Medien wie eine Rauschdroge erobert. Sie reiten auf einer Welle die ganz sicher bricht, unbekannt ist nur, ob das über einem Strand oder über einem Felsen sein wird. Der Fels wäre eine Meinungsdiktatur vom anderen Ufer.

Die untenstehende tatsächlich so veröffentlichte „Abstimmung“ der Rheinischen Post ist symptomatisch für die damit verbundene dummköpfige Arroganz. Jeder Trottel, hier vielleicht nur ein Praktikant oder eine Praktikantin einer dämlichen Tageszeitung, hat für sich gepachtet, dass jeder Kritiker der Maßnahmen böse oder versponnen sein muss. Das darf man einfach mal so voraussetzen.

Sich dann noch über Ausschreitungen in Leipzig aufzuregen, wo es vor 35 Jahren wahrscheinlich leichter war, über den Zweck der Grenzschutzanlagen zu diskutieren als heute über die Corona-Maßnahmen, ist derart einfältig, dass jeder einzelne sich ganz genau überlegen sollte, ob das hohe Gut der Meinungsfreiheit zu seiner gesamten Lebenszeit in Deutschland voraussichtlich noch gewährleistet ist.

Die Obamas und die Clintons haben die Wahl gestohlen

President Barack Obama casts his early vote Monday in Chicago at the Martin Luther King Jr. Community Service Center.
Barak und Michelle Obama bei der Manipulation von Wahlcomputern in Pennsylvania, 3.11.2020

Sollte es dem FBI nicht rechtzeitig gelingen, Beweise für den massiven Wahlbetrug zu finden, den die Ehepaare Obama und Clinton angezettelt haben, dann steht uns tatsächlich ein sehr dunkler Winter bevor.

  • Joe Biden erfindet eine Pandemie, einen Klimawandel und fliegende Haifische
  • Gelegentlich, scheinbar planlos, werden Ziele in Nahost von US-amerikanischen Raketen getroffen
  • Apple verkauft seine Smartphone-Sparte an Huawei

Na ja, was geht mich das an, jeder Wastl zieht sich die Jacke an, die ihm passt.

Danke für die Entwarnung

Noch zwei Tage und wenigstens das Eintreffen einer Untergangsprophezeiung ist uns erspart geblieben: Christian Drostens „Szenen, die wir sonst nur aus Kinofilmen kennen“, denn er hat sie am 18. März explizit für einen Zeitraum zwischen Juni und August vorhergesagt. Warum eigentlich diese Genauigkeit in der Beschreibung möglichen Leids – wollte da jemand Angst machen, weil er vielleicht selber Angst hat?

Die tatsächlichen Versorgungsprobleme, die Afrika jetzt hat, sind eine Folge der internationalen Corona-Schutzmaßnahmen, also der Maßnahmen, die unter anderem Drosten heraufbeschworen hat. Das ist tragisch, vielleicht schon diabolisch.

Dafür, und für die mutigen Demonstranten die am 29.08.2020 in Berlin – hoffentlich mit Zustimmung der Gerichte – auf die Straße gehen, dieser Song (naja, es ist eher eine Soundcollage):

Außerirdische randalieren in Stuttgart

Letzten Samstag haben bis zu 500 Einwohner vom Planet Event Horizon in Stuttgart gewütet. Leider kann über diese Randale nicht so berichtet werden, als wenn die Deliquenten Menschen wären, man kann also insbesondere nicht:

  • Darüber berichten, ob es ein besonders gespanntes Verhältnis zwischen der Polizei in Stuttgart und den Außerirdischen gab.
  • Untersuchen, ob die Außerirdischen tatsächlich deshalb besonders erzürnt waren, weil man sie mit Polizeikontrollen im öffentlichen Bereich schikaniert.
  • Darüber nachdenken, woher die Gewaltbereitschaft der Außerirdischen kommt, ob dieses Verhalten ihnen zum Beispiel im Elternhaus (haben diese Außerirdischen überhaupt Eltern?) vorgelebt wurde oder ob sie zum Beispiel auf ihrem Heimatplaneten schon Gewalt ausgesetzt waren.
  • Diesen Ausbruch in irgendeine Verbindung dazu bringen, ob vielleicht gerade die Außerirdischen besonders unter den Folgen der Corona-Epidemie (und dabei speziell unter der Prävention) leiden.

Wie es ist, sind uns anständigen Erdenbürgern leider die Hände gebunden, wir können nur verurteilen, uns über die Randalevideos echauffieren und wir können aus ganzem Herzen sagen: das ist nicht unser Problem, das waren ja Außerirdische, da hilft keine Ursachenforschung und keine Gewaltprävention.