Archiv der Kategorie: Die Grünen

Annalena Baerbock benutzt diskriminierende Ausdrücke

In einem bisher unveröffentlichten Interview für den israelischen „Conquerer“ sagte die Kanzlerkandidatin der Grünen wörtlich: „Keine Geräusche, bitte“. Die schleswig-holsteinische Bildungsministerin Karin Prien (CDU) fordert Baerbock zu einer Stunde Nachsitzen auf. Olaf Palme (Grüne) sagt, Baerbock habe alles richtig gemacht: „Sie hat sich nach Ihrem Lapsus umgehend entschuldigt, drei Twitter Buße-Posts verfasst und mir einen Baumkuchen geschickt, damit halte ich die Sache für erledigt.“ Dennoch: die andauernden Patzer von Frau Baerbock werfen kein gutes Licht auf ihren Wahlkampf. Wenigstens scheint sie ihre Diät bis September durchzuhalten, denn eine Rassistin als Kanzlerkandidatin wäre kaum auszuhalten, aber schlimmer noch wäre eine fette Kuh.

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Guido Westerwelle – eine späte Würdigung

Als 1998 eine rot-grüne Regierung gebildet wurde und der etwas unbedarft aber nicht gefährlich wirkende Gerhard Schröder als Vizekanzler und Außenminister Joschka Fischer in sein Kabinett berief, war für mich als damaliger Grün-Wähler die Welt ganz in Ordnung. Ein Jahr später überredete Fischer seine inzwischen von der Macht korrumpierte Partei zum ersten deutschen Kriegseinsatz seit dem zweiten Weltkrieg und ließ ohne UN-Mandat Bomben auf ganz Serbien regnen. Er sah eine NATO-Intervention im Kosovo als humanitäre Pflicht, verteidigte jedoch das Vorgehend Russlands in Tschetschenien.

Es gibt heute keinen Politiker, den ich aufgrund seiner Lebensleistung und seiner Persönlichkeit mehr verabscheue als Joschka Fischer. Er personifiziert für mich die Zäsur der politischen Aufrichtigkeit von zwei Generationen.

Als sich 2009 anbahnte, dass Guido Westerwelle in einer schwarz-gelben Koalition zum Vizekanzler und Außenminister werden könnte, wurde ich von einem mehrere Monate anhaltenden Würgreflex verfolgt. Als das Befürchtete tatsächlich eintrat, gepaart mit einer irgendwie unverständlichen Hotel-Umsatzsteuerausnahme, schwanden meine Vorbehalte gegen Westerwelle zwar nicht, aber das Würgen wich irgendwann der Normalität und stellte sich nur zwischenzeitlich wieder ein, wenn Westerwelle zum Beispiel von einem überbordenden Sozialstaat phantasierte. Anfang 2011 jedoch geschah das Ungeheuerliche: ein unter NATO-Kumpels eigentlich Kloßbrühen-klarer und praktisch risikofreier Vernichtungskrieg gegen den damals noch existierenden Staat Libyen wurde von der Bundesregierung nicht unterstützt. Ganz richtig erklärte Westerwelle, dass die Einrichtung einer sogenannten Flugverbotszone nicht anderes bedeutet, als den verkappten Freibrief für die systematische Bombardierung des gesamten Staates. Westerwelle weiß, dass er moralisch richtig entschieden hat, darf dies aus Parteiräson jetzt jedoch nicht mehr sagen – denn Altkanzler Kohl und Joschka Fischer haben sich zusammengetan, um die Zurückhaltung der deutschen Regierung in Libyen zu geißeln.

Ich möchte nicht so weit gehen zu sagen, dass ich Guido Westerwelle jetzt so verehre wie ich Joschka Fischer verachte. Aber zumindest zeigt mir diese direkte politische Parallele, dass Demokratie eben doch Glückssache ist.

Übrigens, Sarkozy: Dich kriegen sie wegen der Stuss-Kahn Sache am Arsch, Du mieser Wicht.