Glücksfall Donald Trump

Natürlich gefällt es mir nicht, dass Trump sich mit Einreiseverboten, einem unsäglichen Kabinett und drohendem diplomatischem Amok hervortut. Aber was sind diese kleinen Nachteile im Vergleich zu dem unglaublichen Spaß, den er mir jetzt schon gemacht hat. Sein Wahlkampf und seine bisherige (kurze) Amtszeit sind geprägt von der völligen Abwesenheit von Langeweile.

Im Gegensatz zu Angela Merkel, die nur einem im Quartal ihren Kopf aus der Höhle streckt um „weiter so“ zu nuscheln, ist Donald Trump ununterbrochen bemüht, ein paar Knallfrösche in die Menge zu werfen, und hält damit Politik, Institutionen und das Wahlvolk wach. Daher ist so gut wie ausgeschlossen, dass niemand bemerkt, wenn er zum Beispiel einen Atomschlag gegen Deutschland anzetteln will.

Sollte es hart auf hart kommen, und Trump dreht tatsächlich so durch, wie einige Kommentatoren befürchten – zum Beispiel indem er reihenweise im Stile Erdogans verdiente Menschen ihres Amtes enthebt – dann bin ich mir sicher, dass die US-Amerikaner eine einfache Antwort darauf finden würden. Immerhin ist das Volk in den USA bis an die Zähne bewaffnet.

Dann gibt es keinen lovely crazy Donald mehr, sondern wieder so langweile Sonnyboys wie Clinton oder Obama (Clinton war ja wenigstens ein sexgeiler Schmierlappen, aber an Obama erinnere ich mich jetzt schon nicht mehr). Oder es kommt erneut ein dämlicher Bush mit seinem roten Nacken angetrabt. Unter solchen Präsidenten muss man viel mehr Angst vor einer „New World Order“ haben. Trump wird es hingegen kaum schaffen, auch nur sein eigenes Oberstübchen in Ordnung zu bringen.

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9 Gedanken zu „Glücksfall Donald Trump

  1. Linkesinddreck

    Trump braucht sein „Oberstübchen“ nicht in Ordnung zu bringen, das funktioniert perfekt. Er ist allerdings intelligenter als alle antideutschen Rassisten und Untermenschen zusammengenommen, so daß die letzteren ihn nicht verstehen können. Aber so ist der Linke: außer Haß nichts im Kopf, nur eben nicht gegen Juden, sondern gegen Deutsche (auch jüdische und solche mit Mihigru?). Der Linke ist der Nazi in spiegelverkehrter Form.

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    1. hANNES wURST Autor

      Sie scheinen Trump für einen „Rechten“ zu halten, dabei ist er doch ein „Linker“, ein Sozi, jemand der sich für die Arbeiter einsetzt, ein nationaler Sozi. Dass man einen Nazi nur vor einen Spiegel stellen muss und es kommt ein „Linker“ dabei heraus, halte ich für eine interessante, wenn auch gewagte These. Man hätte den Nazis praktisch nur den Scheitel auf die andere Seite kämmen müssen und gut ist? Aber richtig ist natürlich, dass rechtsextreme und linksextreme Kräfte historisch eine gleichermaßen mörderische Bilanz aufweisen. Am intelligentesten scheint zu sein, sich nicht einer Seite zuzuschlagen, sondern im Einzelfall immer wieder hinzugucken.

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  2. Linkenhasser

    Nun gut.

    Point taken, wie Trump sagen würde…aber warum dann die in einschlägigen Foren und Blogs bisweilen (oder oft) auftretende extrem aggressive deutschenhassende Rhetorik? Die mich hier hat durchdrehen lassen, weshalb ich Sie für meine giftigen Worte um Verzeihung bitten will.

    Aber mir stellt sich nach wie vor eine Frage: welcher Mensch kann denn etwas dafür, wo er geboren wurde? Ist das nicht das gleiche wie Haß auf Türken oder Afrikaner oder welche Menschengruppe auch immer? 😮 Ich verstehe es nicht. Früher hatten Linke immer für die Verständigung der Völker gewirkt…

    Und was Trump angeht: ich wäre dafür, daß man ihn in puncto Hilfe für arme Amerikaner einfach mal machen läßt. Wer gackert, muß auch legen. 😉

    In knapp vier Jahren wird ja wieder Präsidentschaftswahl sein, und ich rechne damit, daß ihm die amerikanischen Wähler dann den Laufpaß geben, wenn die Bilanz seiner Amtszeit für die Armen schlecht ausfällt.
    Ich habe in den USA gelebt (und ja, ich mag das Land und die allermeisten seiner Menschen recht gern) und zweifle nicht daran, daß es gegebenenfalls dazu kommen wird.

    Und ja, mir hätte Sanders auch nicht schlecht gefallen als Präsi…besser jedenfalls als Mrs. Clinton.

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    1. hANNES wURST Autor

      Ich glaube nicht, dass „Point Taken“ zum üblichen Sprachgebrauch Trumps gehört, das ist ja gerade das Problem. Bis jetzt jedenfalls macht er einen ziemlich verbohrten Eindruck. Aber ich verurteile Trump nicht pauschal, mir geht dieses mich seit einem Jahr verfolgende alarmistische Gedöhns über die Gefahr Trump ziemlich auf den Geist. Wenn es dann tatsächlich richtig schlimm kommen sollte, haben auch 100.000 Heulsusen-Tagesschau Sendungen nichts genutzt.

      Menschen nur aufgrund ihrer Nationalität zu kritisieren geht natürlich gar nicht. Das „Deutsche“ an sich, also das, was angeblich typisch an Deutschen ist (Weißwurst schlürfend darüber wachen, dass der Nachbar den Rasen gestutzt hat), darf man aber durchaus verarschen. Ich finde es gar nicht schlecht, dass in Deutschland ein Hang zur Selbstkritik besteht, das ist mir allemal lieber als unreflektierter Patriotismus. Das ist aber eine rein persönliche Präferenz. Die Amerikaner sind ja bekanntlich Patrioten von ganzem Herzen und sie sind mir auch so lieb.

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  3. Linkenhasser

    Hmmm…in den USA gibt es durchaus Kritik an den Werten der Gesellschaft und an der Politik, und zwar von manchen Amerikanern selbst (nicht etwa von Ausländern). Aber letztlich haben die USA genauso wie andere Länder eine „classe politique“, die i. w. tut, was sie lustig ist. Trumps Erfolgsrezept war, daß er mit dem Anspruch antrat, dies zu ändern.

    Soviel dazu.
    Nun, und das was „angeblich“ Amerikaner oder Deutsche auszeichnet, habe ich noch nie in Reinkultur erlebt – allerdings bin ich auch nicht in die Kaste der Kleinbürger hineingeboren worden, wo man so etwas erleben könnte, wie Sie es beschreiben 😆
    Übrigens gibt es Klassenunterschiede auch in den USA – auch wenn diese einem Ausländer anfangs weniger auffallen als das Entsprechende in den meisten europäischen Ländern.

    Und ich bin ein glühender Patriot – auch wenn ich das hier existierende Staatswesen hierzulande für einen Parastaat halte. Aber was soll’s; für mich sind Staats- und Kultur/Abstammungsnation zwei sehr verschiedene Paar Stiefel 🙂

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  4. genova68

    Ich frage, weil sich der Linkesistdreck bei mir ordentlich ausgekotzt hat, ich das aber nicht freischaltete. Deine grundliberale Haltung führt offenbar dazu, den Herrn zu ordentlichen Umgangsformen zu bringen. Respekt, kein Scherz. Man sollte offenbar mit allen reden.

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