Das kleine Literaturrätsel

Im Schatten der Wohnzimmerpalme wuchs ein Grammophon.

Aus welchem literarischen Meisterwerk des 20. Jahrhunderts stammt dieser Satz? Es geht darin um einen besessenen russischen Spieler.

Wie immer gibt es etwas zu gewinnen. Eine Lobrede vielleicht, oder einfach ein paar freundliche Zeilen, die aus einem normalen Tag einen besonderen Tag machen.

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35 Gedanken zu „Das kleine Literaturrätsel

    1. hANNES wURST Autor

      Falsch! Es handelt sich auch nicht um diese Art von Spieler, sondern um eine Art zu spielen, wie wir sie viel besser kennen, jedoch nur stümperhaft beherrschen.

      Antwort
  1. Motherhead

    Ach ne, is ja 19. Jahrhundert. Ich Doofie.

    Dann sag ich: Ilja Rasulitsch Popojew: Отречёмся от старого

    Antwort
    1. hANNES wURST Autor

      Gute Idee… aber vollkommen falsch! Im Gegensatz zu Grünbein ist der gesuchte Autor schon als klassisch zu bezeichnen. Er wurde (gerade so) noch im 19. Jahrhundert geboren.

      Antwort
  2. hANNES wURST Autor

    Gut geraten – aber beides falsch, ganz falsch. Der gesuchte Autor stammt aus Russland, Exil in London, Berlin, Montreux. Gesucht ist der Titel des Buches, der direkt eine fiktive Schachstrategie bezeichnet. Mehrere Werke des Autors wurden verfilmt – so auch dieses Meisterwerk.

    Antwort
  3. Motherhead

    Nur wenige wissen, dass Zweig einem russischen Zweig entstammt.
    Hat dann irgendwann zusammen mit Günther Pfitzmann eine Kneipe in Köpenick betrieben und später nach der Umsiedlung in die Schweiz das Jazzfestival Montreux ins Leben gerufen.

    Antwort
  4. genova68

    Wie kommst du jetzt auf das Jazzfest von Montreux? Vor fünf Minuten las ich, dass dessen Begründer nach einem Skiunfall gestorben ist. Es scheint Gedankenübertragung zu geben, das muss etwas mit GOTT zu tun haben.

    —————

    Stefan Zweig schrieb solch merkwürdige Sätze?

    Antwort
  5. hANNES wURST Autor

    Stefan Zweig? Terrific! But no. Ein letzter Tipp, bevor ich den Preis selber einheimse: ein anderer Roman des Autors – 25 Jahre später erschienen – wurde von einem berühmten Regisseur filmisch umgesetzt – komischerweise jedoch nicht von Roman Polanski, obwohl der Inhalt diesen sehr interessiert haben dürfte, Oder – damals vielleicht noch nicht, einige Jahre später jedoch.

    Antwort
  6. Motherhead

    O.k., jetzt habe ich es aber wirklich:
    Vladimir Nabokov (* 1899 Sankt Petersburg, + 1977 Montreux): Lolita

    Voll geiles Buch.

    Antwort
  7. Motherhead

    genova und ich teilen uns den Preis. Wir haben beide unabhängig voneinander die Lösung gefunden, das zeitgleiche Eintreffen der Kommentare ist reiner Zufall.
    Bitte den Preis teilen.

    Antwort
  8. hANNES wURST Autor

    And the winner is…
    MotherNova
    MOTHERNOVA!
    In einem spannenden Foto-Finish konnten beide Finalisten, nachdem sie zunächst nur witzige Quatschvorschläge einbrachten, das richtige Buch nennen: die grandiose „Lushin Verteidigung“ des großen Vladimir Nabokov. Es gibt mehrere solche Sätze (ich hielt diesen tatsächlich zunächst für einen Druckfehler) in diesem empfehlenswerten Buch. Mothernova konnte die Hinweise auf Zeit und Herkunft richtig deuten und fand so heraus, dass nur Nabokov gemeint sein konnte. Der Hinweis auf die Spielleidenschaft brachte dann auch ganz ohne Googeln und Gurgeln die Konklusion auf den gesuchten Titel. Um solches herauszufinden, ist ein hervorragendes allgemeines Literaturwissen und ein scharfer Verstand notwendig. Die Werkstatt für metaphysische Daseinsforschung zollte dem Gewinner allen gebührenden Respekt.

    Antwort
  9. genova68

    „Der Hinweis auf die Spielleidenschaft brachte dann auch ganz ohne Googeln und Gurgeln die Konklusion auf den gesuchten Titel. Um solches herauszufinden, ist ein hervorragendes allgemeines Literaturwissen und ein scharfer Verstand notwendig.“

    Tja, so bin ich nun mal. Aber wo ist der Preis? Etwa dieses hässliche Bild??

    Antwort
    1. hANNES wURST Autor

      Die Qualität der Kollage „Mothernova haunts congress“ ist der Qualität der dadurch belohnten Literaturrecherche meiner Meinung nach völlig angemessen.

      Antwort
  10. genova68

    Unglaublich. Ich habe einen halben Tag in der Deutschen Nationalbibliothek zugebracht, um dein Rätsel zu lösen. Natürlich nur in Erwartung eines großzügigen Preises. Und jetzt sowas.

    Antwort
  11. Motherhead

    Darf ich auch mal was sagen?
    Ich halte genova für einen Betrüger. Zwar behauptet er, er sei zufällig zur selben Zeit wie ich auf die Lösung gekommen. Tatsächlich war aber, als ich gepostet habe, sein Kommentar noch gar nicht zu sehen, was ja an der Chronologie einwandfrei festgestellt werden kann.
    Es handelt sich bei genova zweifelsfrei um einen Trittbrettfahrer und Scharlatan!

    Bitte die Pixel entfernen. Zwar sagt man, ein schönes Gesicht könne durch nichts entstellt werden. Jedoch meine ich sagen zu dürfen, dass genau das hier der Fall ist.

    Antwort
  12. hANNES wURST Autor

    Das ist aber albern. Der Genova ist aber albern. Und der Motherhead, der ist aber auch albern. Die sind beide total albern. Geht doch weg Ihr, Ihr Albernen. Ihr albernen Ärsche Ihr, Ihr Pillemänner, alberne Pillemannsauärsche haut bloß ab.

    Antwort
  13. Bersarin

    Ich würde mal sagen, es handelt sich um Vladimir Nabokows frühen Roman „Lushins Verteidigung“. Sollte das richtig, sein, denke ich, daß wir, was die Preisgelder betrifft, quitt sind. Sie selbst forderten ja in einer unerhörten Permanenz damals bei mir im Blog einen Preis für den Heideggerähnlichkeitswettbewerb ein, den ich seinerzeit ausschrieb. (Siehe hier: http://bersarin.wordpress.com/2009/11/27/aufruf-zum-heidegger-think-alike-look-alike-contest/)

    Übrigens taucht bei Nabokov dieses Prinzip einer Art absurden Verschiebung der Dinge, die in einen Kontext geraten, der eigentlich nicht der ihre ist, als literarisches Mittel häufig bei ihm auf. Eine Art Ding-Dekonstruktion. Lesen Sie nur die in Berlin spielende Erzählung „Träger Rauch“.

    Ich habe übrigens noch ein kleines Bildende-Kunst-Rätsel: Welcher Maler ist in dem Ausspruch gemeint: „Lieber vom Leben gezeichnet, als von Sitte gemalt!“? Schon schwieriger als Ihr kleines Literaturrätsel, nicht wahr?

    Antwort
    1. hANNES wURST Autor

      Fantastisch, wie haben Sie das herausbekommen. Ihnen gebührt tatsächlich ein Preis, und ja: bis dahin sind wir quitt.

      Ihr Spruch bezieht sich auf den kürzlich verstorbenen Maler Willi Sitte. Das soll schwierig gewesen sein? Einmal Google und fertig. Dennoch gebührt mir jetzt wieder ein Preis oder zumindest eine Rätselkrone.

      Antwort
  14. Motherhead

    Mein Kumpel Willi von der Sitte
    saß im Büro, ganz in der Mitte
    rechts saß die Sonja, links die Gitte
    Die Kleine war ne rechte Flitte.

    Da sprach der Willi: „Liebe Gitte
    willst du hier raus, reicht keine Bitte
    doch musst du bleiben bei mir nitte
    Lässt du mich saugen an dein Titte.“

    Antwort
    1. hANNES wURST Autor

      Das gibt einen Sonderpreis für politisch korrektes, nicht-pädophiles Reimen (ich gehe davon aus, dass Gitte volljährig und geistig zurechnungsfähig ist). Eine nicht wahrnehmbare Vorwärtsbewegung für die deutsche Lyrik, aber ein gewaltiger Satz nach vorn für Dich, lieber motherhead. Obwohl ich bemängeln muss, dass der zweite Vers im Vergleich zum ersten wieder leicht abfällt. Woran liegt es. Mangelnde Geduld? Ausbleibende Kondition? Klar, auch eine gekonnte Biegung des Worts ist ein Kraftakt, der auf Dauer einiges an Durchhaltevermögen erfordert. Ich versuche mich zu erinnern… ja, ich glaube, beim Sex ist es ähnlich. In der zweiten Hälfte kommt es häufig zum Einknicken.

      Antwort

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