Münteschrecke in: Langeweile

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6 Gedanken zu „Münteschrecke in: Langeweile

  1. genova68

    Musiker, Philosoph, Comiczeichner: Multigenie hanneswurst.

    Selbstgeknipst? Und um welches Buch handelt es sich? Formulas Elocation?

    Ich begreife den Comic als Fundamentalkritik am System. Das Kapital ist wesensmäßig nie zufrieden, aus Prinzip nie satt, und die durch Überfütterung aufkommende Aggression wird auf den umgleitet, der das Problem verbalisiert, gleichzeitig aber dafür sorgt, dass alles so bleibt, wie es ist.

    mfg
    Tsipras

    Antwort
    1. hanneswurst

      Ganz richtig, Herr Tsipras. Allerdings richtet sich die Fundamentalkritik gleichermaßen gegen Müntefering (und andere Klageweiber) weil er a) die Zusammenhänge nicht begriff oder begreifen wollte (Kapitalanlage nutzt meistens einfach die gesetzlichen Rahmenmöglichkeiten, Dummkopf) und b) ein unerträglicher Sexprotz ist.

      Das Buch, auf dem das Heupferdchen sich aus glücklicher Fügung niedergelassen hatte, ist http://www.amazon.de/The-Handbook-Portfolio-Mathematics-Allocation/dp/0471757683/.

      Antwort
  2. genova68

    Müntefering ist ein Sexprotz, das ist wohl war. Er hat eine tolle Frau.

    Ich dachte, das Buch sei was philosophisches zum Thema Freiheit oder Gerechtigkeit, weil du von Precht eingeladen bist.

    Antwort
    1. hanneswurst

      Es ist allerdings etwas „Philosophisches“ zum Thema „Gerechtigkeit“. Wichtigstes Ergebnis der Asset Allocation ist, dass die Diversifikation Risiken reduziert.

      Antwort
  3. Motherhead

    Hennes: Ob Müntefering das nicht durchschaut, kann ich natürlich nicht beurteilen. Unabhängig davon halte ich es aber für die selbstverständliche Aufgabe eines deutschen sozialdemokratischen Spitzenpolitikers, die Öffentlichkeit darüber aufzuklären, wie Investmentbanking funktioniert und welche Auswirkungen es nach sich zieht. Gerade weil die deutsche Bevölkerung aufgrund der Erfahrung einer Marktwirtschaft mit sozialen Komponenten da vermutlich lange Zeit sehr naiv war und zu guten Teilen auch immer noch ist.

    Muss man sich heute schon dafür als Narr beschuimpfen lassen, für die Gerechtigkeit Partei zu ergreifen und ein Geschäftsgebaren anzuprangern, das jedes moralische Maß verloren hat? Ich jedenfalls bin heilfroh, dass bei uns noch keine Romneys das Sagen haben.

    Antwort
    1. hanneswurst

      Wie das mit den Heuschrecken ist, hätte auch der Franz sich 1987 schon im Film „Wallstreet“ anlernen können. 2005 – selber Vizekanzler – lässt er dann ein Klagelied mit dieser Metapher los, das ist einfach nur erbärmlich, guter sozialer Grundgedanke hin oder her. Das Gegenteil von gut ist gut gemeint. Natürlich hatte er auch keine Rezepte gegen unerwünschte Kapitalbeteiligungen oder solche, auf die ein Unternehmen in bestimmten Situationen angewiesen ist – wissend, dass das Risiko zur Cash-Cow zu degenerieren groß ist (was dem Konkurs oft vorzuziehen ist). Ein Präparat dagegen wäre für die Regierung schlicht unbezahlbar und so bleibt es natürlich bei Lippenbekenntnissen, die einzig und allein den Zweck haben, zu demonstrieren, dass das „S“ in SPD noch etwas zu bedeuten habe – was es nicht hat.

      Drei Jahre später stellte sich sein Parteikollege Steinbrück gegen Konjunkturprogramme in der Krise 2008/2009 und bereitete damit den Heuschrecken ein saftiges Feld. Steinbrück ist der Sonntagsfahrer unter den Bundestagsabgeordneten. Wenn man mal alle Politiker Jahrgang 1940-49 aufs Altenteil schicken würde (sie dürfen maximal eine Frau mitnehmen, die aber vor 1965 geboren sein muss), wäre viel gewonnen.

      Antwort

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