One for the money, two for the show

Neil Armstrong ist vor zwei Tagen gestorben, und seitdem habe ich so einiges über die Amerikaner auf dem Mond erfahren. Die Errungenschaften der russischen Raumfahrt werden in der BRD Presse dagegen systematisch verschwiegen, obwohl wir eine russische Kanzlerin haben (Babuschka Merklowska). Deswegen möchte ich hier eine Lanze für die faktischen Gewinner des „Wettlaufs zum Mond“ brechen.

Das Space Age hätte ohne die Russen gar nicht begonnen, denn erst durch die Platzierung des russischen Satelliten Sputnik (1957) wurde den Amerikanern klar, dass ein Raketenantrieb nicht nur Bomben durch die Gegend fahren kann. Dass der Russe ihnen in der Raumfahrt voraus ist, wollte der Ami aber nicht auf sich sitzen lassen und so beschloss er – voll im Sputnikschock – möglichst bald einen Menschen zum Mond zu schicken. Was einerseits gewagt und anderseits wissenschaftlich vollkommener Mumpitz ist – jedenfalls wenn man den Mond nicht besiedeln möchte. Egal: der voraussehbare  Showeffekt erfüllte seinen Zweck; fortan wurden die Amerikaner als die führende Technologienation gefeiert.

„That’s one small step for man… one… giant rumpus for mankind.“

Dabei waren die Russen längst auf dem Mond gelandet, 1959 nämlich, mit ihrer Luna 2 Rakete. Danach flogen die Russen regelmäßig zum Mond, oder jedenfalls in Richtung Mond, denn da keine Menschen an Bord waren, konnte man es riskieren die meisten Raketen schon längst vor dem Mond zu verlieren oder sie mit voller Geschwindigkeit geradewegs in die Mondoberfläche zu bohren. Das machte Spaß und ging viel spontaner ab als bei den US-Jocks. 1970 brachten die Russen mit der Luna 16 Rakete Proben vom Mond mit nach Hause. Da fragt man sich natürlich, warum die Amis für ein ähnliches Unterfangen Menschenleben riskieren mussten.

Schon 1970 landeten die Russen ihre Vernera 7 Raumsonde auf der Venus. 1971 rammten sie erst einmal die Raketen Mars 2 und Mars 3 in die Marsoberfläche und erzielten dann 1973 mehrere sanfte Marslandungen und schickten erste Marsbilder zur Erde. Erst 1976 kamen die amerikanischen Viking Sonden, um auch einmal auf dem Mars zu landen.

Weitere Errungenschaften der russischen Raumfahrt, die zumindest in der Zahl die Errungenschaften der Amerikaner im Space Age klar übertreffen, sind die erste Hündin im Weltall (1957), erste Bilder von der Mondrückseite (1959), erster Mann im Weltraum (1961) und erste Frau im Weltall (1963). Um nur einige zu nennen.

Was lernen wir daraus? Kapitalismus ist Scheiße. Denn er funktioniert nur mit Heimtücke und Täuschung. So wurden wir dazu gebracht zu denken, die Amerikaner wären die Chefs im All. Durch eine ultrateure PR-Aktion. Mit den gleichen Tricks wird uns vorgemacht, das Leben im Kapitalismus wäre das beste Leben. Dabei ist es Scheiße. Aber das nur nebenbei.

Jetzt noch zu einer wichtigen Frage, die sich die (meist männlichen) Leser dieses Chauvinistenblogs stellen: wie sah sie denn aus, die erste Frau im Weltraum? Ihr Name ist Walentina Wladimirowna Tereschkowa und ich bin der Meinung, dass solch ein natürlich aussehendes Mädel einfach viel hübscher ist als beispielsweise Barbara Schöneberger, die irgendwie aussieht wie ein Gummibärchen, dass längere Zeit zum Quellen ins Wasser gelegt wurde.

Walentina Wladimirowna Tereschkowa

Gummibärchen

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18 Gedanken zu „One for the money, two for the show

  1. genova68

    Barbara Schöneberger ist doch recht natürlich, das Beispiel ist schlecht gewählt. Ihre Brüste sind echt, glaube ich. Du stehst halt offenbar eher auf Frauen mit leicht maskulinen Gesichtszügen und Betonfrisuren, was ich durchaus nachvollziehen kann. Und deshalb gefällt dir die Barbara nicht.

    Antwort
    1. hanneswurst Autor

      Du hast Recht, und ein Vanillepudding ist auch süßer als ein Borschtsch. Es geht mir jedoch weniger um diese Geschmacksfrage, als um den Kapitalismus an sich. Die zwei Grundprinzipien des Kapitalismus sind: 1) Bedarf ermitteln oder erzeugen und 2) die Mittel, um diesen Bedarf zu decken möglichst billig einkaufen und möglichst teuer verkaufen. Diese Prinzipien wurden bei Barbara Schöneberger idealtypisch umgesetzt.

      Antwort
  2. Motherhead

    Ihre herrlichen Superglocken sind echt. Die dämlichen Kuhaugen allerdings, Gott sei’s geklagt, auch.

    Alice Schwarzer wird sich morgens bei dem Gedanken an pseudo-emanzipierte Frauen à la Schöneberger vermutlich im Bett umdrehen.

    Antwort
    1. #?!@"?

      Ich las ein Interview mit Schöneberger, ist schon eine Weile her. „[P]seudo-emanzipierte Frauen à la Schöneberger“. Scheint zutreffend. Leider. Und das hat nichts mit ihrer ausladenden Oberweite zu tun, sondern mit ihrer Selbstinszenierung.

      Antwort
      1. genova68

        Sorry, aber jetzt wird es doch peinlich hier. Was haben die Augen von B. Schöneberger mit ihrer Emanzipation zu tun? Kann es sein, dass ihr einen merkwürdigen Begriff von Emanzipation habt? Und ist es möglich, dass ihr mit der Frage überfordert seid, dass sie euch vielleicht gar nicht interessiert? Die Schöneberger ist beruflich sehr erfolgreich und macht nicht den Eindruck, sich von Männern unterbuttern zu lassen.

        Ich habe eher das Gefühl, dass euch die Art von der Schöneberger nicht passt, sie passt nicht in euer merkwürdiges Frauenbild, wonach die Frau sich bitte zurückzuhalten und keine allzu selbstbewussten Faxen zu machen hat. Tut sie das, wird sie als dumm eingestuft. Das wollt ihr nicht so recht sagen, also ergreift ihr pseudomäßig Partei für sie und sagt ihr mit erhohbenem Zeigefinger, sie sei nicht emanzipiert genug.

        Ihr beiden Jungs könnt die Frage nach ihrer Emanzipation getrost der Schöneberger selbst überlassen, die braucht euch dazu nicht.

        Und was war das für ein Interview und wer hat den angeblich zitierten Satz von den „pseudo-emanzipierten Frauen“ gesagt? Fragen über Fragen.

        Wer über die Superglocken doziert, sollte wissen, dass er sich da auf einem schmalen Grat befindet.

        Antwort
      2. #?!@"?

        Zunächst einmal wäre ich vorsichtig mit „ihr beiden Jungs“.

        Schöneberger fand ich immer sympathisch. Weil sie den Anschein erweckte dass sie ’ne tolle Frau sei. Selbstbewusst, intelligent, natürlich, sexy, sich nicht irgendwelchen Dingen einfach unterordnete nur der Karriere wegen.

        Das Bild hat sich gewandelt. Mir geht es einfach auf den Sack wenn Frauen sich als emanzipiert verkaufen und ich dann feststellen muss, dass sie das nicht sind, sondern ein Frauchen das sich dann auch noch gerne selbst unterbuttert. Verrat ist das, ganz einfach.

        Antwort
  3. Motherhead

    Aber auch mit ihren Brüsten. Denn die setzt sie ja bewusst ein (bzw. lässt sich dazu bringen, sie einzusetzen), um Quote zu erzeugen. Für mich ist die Schöneberger der Inbegriff der leicht dümmlichen Sexbombe. Ein Albtraum für jede emanzipierte Frau. Aber irgendwie trotzdem geil, höhö.

    Antwort
  4. hanneswurst Autor

    „Ich halte mich selber für sexy. Aber das sexy Image stört mich nicht, und ich glaube nicht, dass es mich vom Singen abhält.“

    Wer hat das gesagt? Es könnte die Samantha Fox der Silberfüchse sein, eben derjenigen Herren, die mit 13 auf ein Samantha Fox Poster abgespritzt haben, und jetzt eben auf ein Bild von Barbara Schöneberger. Dafür gehen sie sogar in ein Konzert, nur um ihr 90 Minuten lang auf die Titten zu starren. Damals wie heute.

    Was sagt das über die Intelligenz oder Emanzipiertheit von Frau Schöneberger aus? Gar nichts, sondern nur etwas über Ihren Geschäftssinn (sie hat allerdings auch zehn Manager, für jeden Wochentag einen) und den Geschmack Ihrer Verehrer. Aber auch denen sei es verziehen, denn wer wünscht sich nicht ein ununterbrochen quasselndes, am laufenden Band Schoten von sich gebendes, dralles aufgequollenes Gummibärchen – für eine Nacht.

    You get what you pay for.

    Read more at http://www.brainyquote.com/quotes/authors/s/samantha_fox.html#pm57ByyTahb0fu8g.99

    Antwort
  5. Motherhead

    Genau umgekehrt wird ein Schuh draus: Die Schöneberg ist eben gerade deshalb NICHT emanzipiert, weil sie sich auf die Spielregeln der Männerwelt einlässt. Statt also zu sagen: Ich kann was und ich brauche dafür nicht meinen Körper einzusetzen, verlässt sich sich allein auf ihre körperliche Ausstrahlung und ihr loses Mundwerk. Was natürlich daran liegt, dass sie inhaltlich rein gar nichts zu bieten hat.

    Emanzipation heißt eben nicht: Männer duckt euch und redet schön, was Frauen machen. Sondern: Nehmt die Frauen ernst und messt sie gerade deshalb an dem, was sie leisten. Und das ist nun mal bei der Schöneberger ziemlich dürftig. Außer Extrovertiertheit und Wuchtbrummen-Körper hat die nichts zu bieten, die Frau.

    Aber dass sie einen Männerphantasien-Körper hat, ist doch unbestritten! Und den setzt sie halt ein. O.k., das kann man clever nennen. Ich sage: Wenn Sie nicht mehr zu bieten hat, soll sie halt einfach die Klappe halten.

    Und diese Meinung vertrete ich genauso gegenüber Dumpfbacken wie Mario Barth, Eckhard von Hirschhausen und wie sie alle heißen, diese sogenannten Comedians.

    Pseudo-emanzipierte Frauen habe ich in meinem letzten Kommentar gesagt, das war kein Zitat von jemand anders.

    Zum Thema pseudomäßig Partei für Sie ergreifen. Tue ich doch gar nicht. Ein intellektueller Scheißhaufen bleibt ein intellektueller Scheißhaufen, auch wenn oben ein paar Superglocken drauf rumhüpfen.

    Die Kuhaugen an sich kann ich nicht kritisieren. Das war in der Tat unsachlich. Für mich sind sie halt Ausdruck dieser Dumpfbacken-Art, mit der Männer wie Frauen heutzutage im öffentlich-rechtlichen Fernsehen jede Menge Schotter machen. Da hab ich jedoch nicht den geringsten Respekt vor: Wenn man vor irgendetwas Respekt haben kann bei diesen Leuten, dann den, wie viel Selbstbewusstsein die haben, mit ihrem Käse auch noch auf die Bühne zu treten.

    Ist im Übrigen auch kein Neid. Ich gönne großen Humoristen wie Loriot oder Gerhard Polt jeden Cent, den sie verdient haben. Aber das Leute wie Barth oder Schöneberger Geld mit Scheiße machen, nervt mich allein schon deshalb, weil ich es im kommenden Jahr über die GEZ-Zwangsabgabe mitfinanzieren muss. Ud inKatgorien wie Karriere denke ich ohnehin nicht. Es geht mir nur um das, was vorne rauskommt. Und das ist bei Schöneberger und Konsorten halt das, was bei anderen Menschen unten rauskommt.

    Antwort
    1. genova68

      Zur Bewertung von B. Schöneberger: Ich fand die in „Blondes Gift“ teilweise recht schlagfertig und fit und überhaupt nicht dumm. Kann man aber wohl unterschiedlich sehen. Den Vergleich mit Mario Barth halte ich aber dennoch für schief, Barth spielt eher in einer Liga mit RTL2-Dumpfbacken, dessen Zielgruppe ist der verklemmte Kleinbürger, die Zielgruppe der Schöneberger müsste man anders beschreiben.

      Ist aber auch egal. Was ich meine: Du gehst mit dem Emanzipationsbegriff einseitig um. Wenn die Schöneberger deiner Meinung nach dumpf moderiert, ist sie nicht emanzipiert. Wenn Barth dumpf moderiert, was ist er dann? Nichts, nur ein dummer Moderator. Schöneberger ist meinetwegen eine dumme Moderatorin, aber das hat nichts mit Emanzipation zu tun, eher umgekehrt. Eine Frau sollte das gleiche Recht haben, dumm zu moderieren wie ein Mann. Das ist Emanzipation. Du legst aber an eine Frau strengere Maßstäbe an als an einen Mann, das ist das Gegenteil von Emanzipation. Emanzipation ist nicht das, was dir gefällt, sondern Gleichberechtigung.

      Und das mit den Spielregeln der Männerwelt: Das ist wohl eher dein Männerblick. Ein Florian Silbereisen setzt auch seine Reize ein, seinen schlanken Körper, seine demonstrative Jugendlichkeit, seine Mähne, das alles gefällt den alten Zuschauerinnen sicher sehr gut und macht einen Teil seines Erfolges aus. Oder Politik: Koch-Mehrin setzte ihre Reize ein, deshalb alleine ist sie aber keine unemanzipierte Politikerin. Guttenberg setzte ebenfalls seine Reize ein, auch wenn dir persönlich das vielleicht nicht so auffällt: gut geschnittene Kleidung, schlanker Körper, schöne Haare, jung etc. Er war der beliebteste Politiker wegen seiner Reize, nicht wegen seiner Politik. Vielleicht hat er ja einen Frauenphantasie-Körper.

      Kurzum: Der Begriff der Emanzipation hat m.E. in dieser Diskussion nichts zu suchen, weil er nur negativ auf Frauen angewendet werdne kann, nicht auf Männer.

      Du schreibst es ja selbst: Männer wie Frauen machen mit Schrott viel Schotter. Ja, aber das hat mit dem Emanzipationsbegriff nur so viel zu tun, dass die da offenbar in der Tat gleichberechtigt sind.

      Antwort
  6. #?!@"?

    Lieber hANNES wURST, da müsste noch ein Kommentar von mir im Spam-Ordner rumliegen. Hätte ich dir auch per Spam-Mail mitgeteilt, aber du hast die Adresse zu sicher vor mir versteckt.

    Antwort
    1. hanneswurst Autor

      Tatsache!
      Panik

      Dieser Spam-Bot, ich wusste gar nicht, was der da unbemerkt so treibt. Können diese Bots nicht mal was Sinnvolles machen?! Zum Beispiel Leutheusser-Schnarrenbergers Bemerkungen zu Steuersünder-CDs löschen?

      Antwort
      1. #?!@"?

        Was könnte uns dieses Photoshop fail wohl über die Intelligenz und Emanzipertheit von hANNES wURST sagen. Gar nichts? Mag sein, aber vielleicht über Geschäftssinn, so als Blogger, und Geschmack.

        Antwort
      2. hanneswurst Autor

        Sollte das eine Fotomontage sein, dann entschuldige ich mich ausdrücklich für diese Zurschaustellung – und zwar bei der Person, der die Kuhaugen von Barbara Schöneberger auf den Körper montiert wurden.

        Antwort

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