Der Sinn des Universums (1c)

Dies ist der wirklich letzte Artikel über den Sinn des Wortes „Sinn“ in „Der Sinn des Universums“. Wer die Bedeutung bereits voll erfasst hat, möge mit „Der Sinn des Universums (2)“ fortfahren. Allen anderen wird dieser Artikel als zusammenfassende Darstellung empfohlen, die Erfassung der Bedeutung von „Sinn“ ist unbedingte Voraussetzung für das Verständnis von „Der Sinn des Universums (2)“ und anderen künftigen Artikeln.

Die folgende Illustration schematisiert unter Anderem einige Handlungen und Zustände, die für sich gesehen immanent sinnvoll sind.

Die hANNES wURSTsche sINNtraube

Die hANNES wURSTsche sINNtraube

Jedoch haben selbst solche immanent sinnvollen Tätigkeiten wie die Kolonialisierung des gesamten Universums gemäß der vorliegenden Untersuchung keinen Sinn, wenn es keinen allumfassenden, ganz oben eingetragenen, Sinn des Universums gibt. Bildlich gesprochen ist dieser Sinn, der aus sich selbst heraus sinnvoll ist, der Anker, der die ganze darunter hängende Sinntraube hält, die jedoch jämmerlich ins Nichts zerfällt, wenn dieser Anker nicht vorhanden ist. Das hANNES wURSTsche sinnlose Sinngebende (im Folgenden „sINN“) ist die Grundlage für die eventuelle Existenz jeden anderen Sinnes, da diesen anderen Teilsinnen erst durch diesen sINN transzendenter Sinn verliehen wird.

Worin und woraus (ein wofür gibt es natürlich nicht) dieser sINN besteht, kann selbstverständlich nur Gegenstand von Spekulation sein, da die Erfassung dieses Sinnes jenseits des transzendentalen Erfahrungshorizonts liegt. Es lassen sich jedoch genügend Eigenschaften des sINNs feststellen, um eine metaphysische Untersuchung zuzulassen (es gibt allerdings auch Wenig, was keine metaphysische Untersuchung zulassen würde). Aus den letzten Artikeln können folgende Eigenschaften des sINNs  entnommen werden.

  • sINN ist zeitlich und räumlich unbegrenzt
  • sINN verursacht kausal alles je Sinnvolle
  • Nicht alles je Existierende muss kausal durch sINN verursacht sein

Der letzte Satz bedarf einer Erläuterung, auch deshalb, weil sich hierin eine Unterscheidung von sINN und der traditionellen Auffassung eines allmächtigen, allgegenwärtigen Gottes zeigt. Es kann nämlich nicht vorausgesetzt werden, dass der sINN, auch wenn er existiert, das Universum vollständig durchdringt. Vielmehr ist es möglich, dass das Universum nicht nur aus sINN, sondern auch aus sCHROTT besteht.

Dieser sCHROTT entsteht durch sinnlose Vorgänge und Tätigkeiten, die selbst ein Laplacescher Dämon getrost außer Acht lassen könnte, wenn er den späteren Zustand des Universums bestimmt. Es handelt sich also um vollkommen nichtige Angelegenheit, die zwar theoretisch innerhalb des Gesamtsystems wirken könnten, es aber nicht tun, zum Beispiel weil eine Gegenwirkung eine Folgewirkung verhindert. sCHROTT liegt ebenfalls jenseits des Erfahrungshorizonts, diesmal aber unter diesem, denn er ist so nichtig, dass er nicht erfahren werden kann.

Es sei bemerkt, dass das Universum, sollte es nicht über einen sINN verfügen, in Gänze sCHROTT sein muss. In der nächsten Folge wird dann endlich der interessanten Frage nachgegangen, warum der Blogautor nicht einmal weiß, ob sINN existiert.

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2 Gedanken zu „Der Sinn des Universums (1c)

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