Archiv für die Kategorie ‘SPD’

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Steini und das liebe Vieh

14. September 2009

Lobenswert, dass die SPD in neueren Wahlplakaten das Thema Chronophilie nicht weiter verfolgt hat. Es ist anzunehmen, dass Steini mein Blog gelesen hat: “Münte, nichts gegen Michelle, aber ich meine wir sollten das Thema Girls der FDP überlassen.” Es folgte eine menschelnde Serie mit Steini in warmherzigen, arbeiternahen Posen.

Steini mit Stahlarbeiter
Steini mit Stahlarbeiter

Wer den modernen Kinderbuchklassiker “Vom kleinen Maulwurf, der wissen wollte, wer ihm auf den Kopf gemacht hat.” kennt, der wird sich angesichts von Steinis Geste vielleicht an eben diesen Maulwurf erinnern:

Nein, Westerwelle war es nicht
Nein, Westerwelle war es nicht

Der Maulwurf trifft schließlich zwei Experten, die ihm fachkundig Auskunft geben:

Cui bono?
Nach der Wahl

To be continued…

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Apollo, Dionysos und die SPD

2. September 2009

Verraten Wahlplakate etwas über die werbende Partei? Bei der FDP gehe ich davon aus, denn die Plakate der FDP sind aussagefrei, bieder, manchmal lächerlich oder auch ärgerlich. So entblödet sich Dr. Westerwelle (hat sich aus der Realschule hochgearbeitet, die Eltern – beide Anwälte – haben ihm offensichtlich kein Abitur zugetraut, wären sie doch standhaft geblieben) nicht, den abgedroschenen Bierspruch “Arbeit muss sich wieder lohnen” neben seine Furchenvisage drucken zu lassen. Aber zum Thema: die Wahlplakate der SPD versetzen mich in Erstaunen.

SPD Girlie 1

SPD Girlie 1

Da wäre zunächst dieses ungefähr 15-jährige Mädchen, das mittels einer Temporalphantasie die Gefahren der Kernspaltung verdrängt. Der Bildausschnitt endet knapp unter der Stelle, an denen die zarten Brustknospen zu vermuten sind.

SPD Girlie 2

SPD Girlie 2

Schon etwas frivoler und vielleicht bereits im Oberstufenalter kommt diese ebenfalls natürlich wirkende SPD-Schönheit daher. Immer noch etwas beschämend, wenn ein Mann in meinem Alter nicht nur an das Portemonnaie der Eltern denkt, wenn er dieses kecke Lächeln sieht, aber doch nur verständlich.

SPD Girlie 3 + Sugardad 1

SPD Girlie 3 + Sugardad 1

Hui, jetzt wird es befremdlich. Wieder ein hübsches Mädchen, das Dekolleté ist dezent und lässt doch ein gewisses Brustvolumen erahnen. Dazu ein älterer, durchaus vital wirkender Mann, dessen braune Wollstrickjacke als einziger Anhaltspunkt dafür gelten darf, dass er seine aktive Schürzenjägerzeit wahrscheinlich hinter sich gelassen hat.

Girlie 4 Sugardad 2

Girlie 4 + Sugardad 2

Es muss erlaubt sein zu fragen, ob diese Plakataktion eine Herzensangelegenheit des SPD-Vorsitzenden Franz “Echse” Müntefering ist. Vielleicht inspiriert durch den “Esprit”, den seine 40 Jahre jüngere Freundin ihm beschwert hat. Allerdings, Herr Müntefering, meine Stimme bekommen Sie so nicht, viel zu stark regt sich der Neidreflex in meinen Gliedern. Und welche Perspektive hat der Twen Michelle Schumann? Der Buchtitel von Münteferings Tochter Mirjam scheint irgendwie zu passen:

Küss mich, aber mach mich nicht nass

Küss mich, aber mach mich nicht nass

Ich kann nur sagen, da sind mir die trockenen Plakate mit Anti-Afghanistankrieg Sprüchen und einem Oskar darauf lieber. Auch wenn er leider in der falschen Partei ist, denn Lafontaine könnte der Apoll der SPD sein, der als Gegengewicht eines Dionysos wie Müntefering dringend benötigt würde. Jedenfalls wenn man davon ausgehen darf, dass Oskar seine Beziehungen zum Rotlichtmilieu inzwischen aufgegeben hat. Obwohl: in den Puff gehen kann ich auch, aber gutaussehende und vierzig Jahre jüngere Freundinnen kann sich nur die Prominenz leisten. Deswegen fordere ich erneut:

Oskar, komm zurück!

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Dr. Merkel nimmt DIE LINKE nicht ernst

21. August 2009

In der F.A.Z. vom heutigen Tage gibt Frau Dr. Merkel Folgendes zu Protokoll:

Alle ernstzunehmenden Parteien, also Union, SPD, FDP und Grüne, sind für das Ziel "Arbeit für alle".

Alle ernstzunehmenden Parteien, also Union, SPD, FDP und Grüne, sind für das Ziel "Arbeit für alle".

Das wirft einige Fragen auf. Erstens: warum fehlt hier eine Partei, die laut aktuellem ARD Deutschlandtrend in den anstehenden Wahlen neun Prozent erzielen wird? Ist dies ein Fauxpas der sonst so aufgeräumten Kanzlerin? Wohl kaum, sondern eine rhetorische Figur.

Daraus folgt die zweite Frage: was meint sie mit "ernstzunehmen"? Dass sie persönlich diese neun Prozent gar nicht erreichen will? Dass sich neun Prozent der Wahlberechtigten inzwischen in einer Art Muppet-Welt verschanzt haben und nur noch als Witz verstanden werden können?

Dritte Frage: will DIE LINKE tatsächlich keine "Arbeit für alle"? Soll das suggerieren, dass DIE LINKE an einem gesellschaftlichen Entwurf arbeitet, der zum Beispiel der Idee der Anarchistischen Pogo-Partei Deutschlands folgt (Ruhezonen für Arbeitsunwillige, Gated Communities für die Karrieregeilen die dafür die Bewohner in den Ruhezonen finanzieren müssen)?

Vierte Frage: sollte die Kanzlerschaft auf acht Jahre beschränkt werden? Denn: solche Ausfälle bei Dr. Merkel (der ich ansonsten gerne die Fähigkeit Nachzudenken und Abzuwägen zuspreche, ja ich möchte sie sogar "unseren Obama" nennen) könnten Anzeichen einer schleichenden Machtdemenz sein, die uns der hochverehrte Dr. Kohl seinerzeit vorgelebt hat.

Fünfte Frage: warum haken die F.A.Z. Interviewer Bannas oder Kohler nicht nach? Wahrscheinlich, weil sie nichts mehr merken oder weil ihnen das Interview so vom Kanzleramt zum Abdruck geliefert wurde.

Sechste Frage: warum lese ich die F.A.Z.? Weil sie dort wo ich ein- und ausgehe umsonst ausliegt. Und zur Feindbeobachtung.

Dennoch (und scheinbar konträr zum Vorgesagten) möchte ich an dieser Stelle einen Apell wiederholen, der sich in meinem politischen Bewusstsein festgesetzt hat und der sich weniger an Oskar richtet, als an die SPD:

Oskar, komm zurück!

Goldener Löwe in Eisenach, 1869 wurde hier die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründert (Foto: hANNES wURST)

Goldener Löwe in Eisenach, 1869 wurde hier die Sozialdemokratische Arbeiterpartei gegründert (Foto: hANNES wURST)

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