Archiv für die Kategorie ‘Zensur’

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+++ Libyen-Liveficker +++

19. März 2011

SPON 19.03. 13:26h:

Ein Kampfjet wurde über der Stadt abgeschossen und ging in Flammen auf. Der Flieger soll allerdings zu den Streitkräften der Gaddafi-Gegner gehören – das berichtet der arabische Sender al-Dschasira unter Berufung auf einen Sprecher der Rebellen.

SPON 19.03. 15:13h:

Fest steht aber: Am Samstagmorgen gab es neue Gefechte in der Gegend um Bengasi. SPIEGEL-ONLINE-Reporter Jonathan Stock beobachtete, wie ein Flugzeug über der Rebellenstadt abgeschossen wurde. Es könnte sich dabei um einen Kampfjet der libyschen Armee gehandelt haben, der von Luftabwehrgeschützen getroffen wurde.

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Soundcloud goes Napster

13. Januar 2011

Post von Soundcloud:

Hi hANNESwURST,

Your upload “Überdeutschland” may include content that is owned or licensed by Amiga (“Nationalhymne der DDR (1949)” (Various)) and has been made inaccessible on SoundCloud by request of the rightsholder.

If you are certain that you have all necessary permissions from the rightsholder to upload and share this content, you can submit a claim here:

http://soundcloud.com/settings/disputes/110887

Thanks,

The SoundCloud team

Naja, sie haben ja Recht. Ich habe die DDR Nationalhymne aus dem Netz gefischt. Ich frage mich allerdings, inwiefern meine geliebte AMIGA dadurch benachteiligt wird. Jetzt hatte ich mir gerade im Rahmen meiner Ostalgie Amiga-Veröffentlichungen von André Heller und Michael Heltau gekauft, und nun das. Ist das Kombinat Amiga unter die hartherzigen Kapitalisten gegangen oder ist dies eine letzte stalinistische Zuckung?

Jedenfalls befürchte ich, dass es Soundcloud ähnlich ergehen wird wie einst Napster – in der legalisierten Variante interessiert der Dienst keine Sau mehr. Auf “Überdeutschland” braucht natürlich trotzdem keiner zu verzichten, gibt es doch genug kleine Schmierendienste, die alles hosten, was nicht bei drei auf den Bäumen ist.

Überdeutschland (Weaving Spiders Remix)

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Zum 20. Nationaltrauertag

3. Oktober 2010

Vor 20 Jahren wurde das bisher bedeutendste soziale Experiment der Menschheitsgeschichte, eine Utopie die knapp 41 Jahre lang international höchste Aufmerksamkeit erregte, vorerst beendet.

Nach dem zweiten Weltkrieg beschloss die Sowjetunion, trotz der im Krieg erlittenen Verluste von fast 20 Mio. Menschenleben, Gnade vor Recht gehen zu lassen und das Strafgefangenenlager „Sowjetische Besatzungszone“ entgegen ihrer Gepflogenheiten statt in einen Gulag in eine Art Big-Brother-Container umzubauen. Die anfangs 19 Mio. Einwohner konnten dort ein in großen Teilen selbstbestimmtes Leben führen und verständigten sich auf die Diskontierung von Werten wie Privatbesitz und Geheimniskrämerei. Ergebnis waren zwei Generationen von Menschen, die emanzipierter und emotional intelligenter sind als alles, was in diesen Breitengraden je hervorgebracht wurde.

Vor 20 Jahren hat die Ostküste dieses Bollwerk der Menschlichkeit durch anhaltende Intervention und Embargopolitik, getrieben durch die Beharrlichkeit der Gier, zu Fall gebracht. Doch

German youth, for whom the striving
of our people is at one,
you are Germany’s reviving,
and over our Germany,
there is radiant sun!

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Mann, ist dieser Knüwer ein Warmduscher

3. Mai 2008

Thomas Knüwer löscht im Blog “Indiskretion Ehrensache” weiterhin auch Kommentare, die weder illegal noch beleidigend sind. Die Löschung des folgenden Kommentars kann ich zwar nachvollziehen, rücke inhaltlich jedoch nicht davon ab:

Die Löschung des zweiten, einen Tag später eingestellten Kommentars jedoch ist skandalös, hier stellt sich ein Journalist nicht einer einfachen Medienkritik sondern macht statt dessen von seinem “Hausrecht” Gebrauch um unliebsamen Inhalt von seinem Blog zu trennen. Dies ist ein eitles, unjournalistisches und in jeder Hinsicht trauriges Verhalten.

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Thomas Knüwer mag keine "langweiligen Beleidigungen"

25. April 2008

Thomas Knüwer schrieb:

Es drängte sich mir auf zu kommentieren:

Kurz darauf stand dort:

Meine Meinung dazu: Herr Knüwer, als MP3-Player wären Sie nur mit einer Bitrate von maximal 32kbit/s kompatibel.

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Zensur auf blog.handelsblatt.de

14. Februar 2008

Auf Demokratie kann ich verzichten, ein gütiger Monarch wäre mir auch recht. Aber eines möchte ich nicht missen: meine Meinungsfreiheit und die Möglichkeit meine Meinung kundzutun. Dass die Persönlichkeitsrechte anderer davon nicht blank weg vermöbelt werden dürfen, kann ich gerade noch so verstehen.

Wer, wenn nicht die Journaille, erhebt mit Recht lautstark den Anspruch, Berichte und Kommentare zu veröffentlichen, die gerade auch einmal an die Schmerzgrenze derjenigen gehen, über die geschrieben wird. Umgekehrt habe ich schon oft vermutet, dass Leserbriefe nur veröffentlicht werden, wenn sie den Zwecken der jeweiligen Publikation genehm sind.

Heute migrieren die Medien in einen Full-Duplex-Betrieb, und das bedeutet wohl, dass der Nutzer seine Artikel schon bald nicht mehr abrufen, sondern interaktiv erchatten oder als Teilnehmer eines Twitterkonzerts die passenden Sätze selber mashen muss. Das ist für die Medien nicht ungünstig, weil die Nutzerschaft eigene Inhalte beisteuert und dieses Feedback das Produkt gratis belebt.

Blogs und Foren sind frühe Formen dieser gewandelten Medien. Kaum eine Website kommt noch ohne Derartiges aus (denken die Produktmanager). Es handelt sich dabei weitgehend um Derivate der prinzipiell immer noch überlegenen Newsgroups (siehe http://groups.google.com/). Bei Blogs ist lediglich der Fokus auf den Blogautor dazugekommen.

Typischerweise kann jeder anonym einen Blogeintrag kommentieren. Einige wenige Blogs arbeiten mit Freigaben, d. h. ein Kommentar wird erst gesichtet und nur dann veröffentlicht, wenn er für gut befunden wurde. Das hemmt die Kommentierfreudigkeit jedoch arg, und so verzichtet z. B. auch http://www.handelsblatt.com/weblog dankenswerterweise auf diese potentielle Dauerzensur die einer Fernsehübertragung mit 30 Sekunden Puffer ähnelt.

Was mir bei den Blogs von Knüwer und Endert jedoch aufgefallen ist: es wird gerne mal ein Kommentar (meist mit einigen Stunden Verzögerung) gelöscht. Wann würde ein Journalist – als immanenter Verfechter der Meinungsfreiheit – jemals einen Kommentar löschen? Nur, wenn ihm sonst ernste strafrechtliche Konsequenzen drohen, sollte man meinen. Das ist aber nicht so. Knüwer und Konsorten löschen auch auf ein leises Pochen ihres Journalistenegos hin.

Aktuelles Beispiel: unter anderem mit untenstehendem Kommentar habe ich mich an einem der eigentlich überflüssigen Beiträge im Endert Blog http://blog.handelsblatt.de/adhoc beteiligt:

Der Kommentar von 12:17h verschwand kurz Zeit später. Ich habe einen technischen Defekt vermutet und den Kommentar erneut gepostet:


Der Kommentar verschwand erneut. Ohne Begründung. Auf den Kommentar des Nutzer “SPONschbopp” hin wurde das zugegeben:

Hier ist also ganz plump zensiert worden – ohne die Zensur auch nur zu erwähnen und ohne die Möglichkeit in Betracht zu ziehen, nur bestimmte Ausdrücke zu löschen. Als Grund vermute ich, dass behauptet wurde, das Blog würde “fröhlich seine Herpesbläschen austreiben” womit die teilweise grob unfundierten und mies geschriebenen Blogeinträge gemeint waren. Aber darf das eine Motivation dafür sein, einen Kommentar zu löschen?

Dass handelsblatt.com insgesamt nicht zimperlich ist, zeigen Knüwers Hasstiraden gegen Schäuble, der hier mit dem rollstuhlfahrenden, Führer-epileptischen Dr. Seltsam aus dem Kubrick-Film “Dr. Seltsam oder wie ich lernte die Bombe zu lieben” verglichen wird:

Ich find’s ekliger als die Herpesbläschen (ich frage mich immer, ob noch irgendeine andere Holtzbrinck-Publikation so einen Schrott veröffentlichen würde). Aber da ist vielleicht mein Anspruch zu hoch. Dass in diesem Umfeld jedoch Kommentare gelöscht werden, obwohl gerade Herr Endert an anderer Stelle die Meinungsfreiheit im Netz so hochhält, das lässt für mich nur die Schlussbemerkung zu: geht nach Hause, Leute. Ihr seid für dieses Medium absolut nicht reif.

(Herr Adamsky ist ebenfalls – leider eher geringfügig – am “adhoc” Blog beteiligt, hat aber meines Wissens nach noch keinen Akt der Zensur walten lassen.)

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